| Silencium |
| Mitglied seit: 19.09.11 |
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Der Euphorie von so manchen kann ich mich nicht wirklich anschließen.
Mein Fazit fällt eher negativ bis hin zu ernüchternd teils gar vernichtend aus.
Negativ- bzw. Kritikpunkte sind u.a..
Die Einstell- / und/ oder Anzeigemöglichkeiten und die GUI sind für einen von der T-Com selber als ‚Flagschiff‘ bezeichneten Router sehr minimalistisch.
Es fehlen z.B. bei den Anzeigen im GUI z.B.
- genaue(re) Angaben zur Vermittlungsstelle[1],
- brauchbare Angaben zu den Verbindungsdaten[1],
- Daten-/ Online-/ Volumenzähler,
- beim WLAN kann man nur mittels Zusatzsoftware rausfinden auf welchem Kanal das Gerät arbeitet, Ebenso fehlt z.B. auch eine Anzeige der aktiven WLAN in der Umgebung (ich wohne hier in der Stadtmitte einer Großstadt und hier befinden sich im Schnitt zwischen 15-25 aktive WLANs in der unmittelbaren Umgebung (je nach Tageszeit) die sich um die verfügbaren Kanäle regelrecht ‚kloppen‘,
- etc. pp.
Bei den Einstellmöglichkeiten vermisse ich z.B.
- setzen einer Einstellung wann (Uhrzeit) die Zwangstrennung erfolgen soll. Erfolgt die Zwangstrennung z.B. tagsüber während der Geschäfts-/ Arbeitszeit während eines umfangreichen Down-/ Uploads, so muss der DL/ UL u.U. neu angestoßen werden.
- setzen von Priorisierung/ Prioritäten nicht möglich,
- kein IPv6 möglich bzw. noch nicht einmal ein 6to4-Tunnel ist auswählbar. Daher gehe ich davon aus, dass das Gerät noch nicht einmal IPv6-fähig ist und sich somit kurzfristig als als eine Fehlinvestition rausstellen wird.
- keine Push-Mail-Funktion um sich täglich über diverse Dinge wie z.B. verbrauchtes/ genutztes Datenvolumen, informieren lassen zu können,
- kein VPN möglich
- etc. pp.
Beim WLAN u. Nutzung von Repeatern „bucht der W921V die verlorenen Geräte aus“, sobald die WLAN-Geräte den/ die Repeater benutzen. Kommt man mit den WLAN-Geräten wieder in den Bereich des WLAN vom W921V, erkennt er die Geräte nicht mehr und akzeptiert keine Verbindung. Nur durch manuelle Eingriffe waren Datenübertragungen wieder möglich. Bezgl. Kanalwahl, Belegungen im Umkreis, etc. pp. s.o. im Bereich der Anzeige-/ Auswahlmöglichkeiten. So etwas MUSS ein als Flagschiff bezeichneter Router einfach können und zur Verfügung stellen können.
Die Datentransferraten des W921V im WLAN sind teilweise schon fast unterirdisch. Auch nach mehrstündigen Experimenten/ Aufstellungen und Veränderungen von Aufstellort, etc. hat sich da kaum bis nichts geändert gehabt. Schon mit dem W920V waren die Datentransferraten ja nicht gerade berauschend. Mit dem W921V im WLAN mit n-Spezifikation sind selbst in unmittelbarer Nähe (Bereich von 2-5m ohne jegliche weitere Störeinflüsse) Geschwindigkeiten von 65-75 Mbit möglich gewesen. Der W920V hat da ja schon 130-150 Mbit geschafft gehabt.
Bei der Telefonie-/ DECT-Funktion ist das Anmelden von Geräten der Firmen Auerswald, DeTeWe u. Gigaset der SX-Reihe schon fast ein Glücksspiel. Sollte das dennoch gelingen, so verliert der Router in unregelmäßigen Abständen und schon bei der Entfernung von ca. 10-12m vom Gerät immer wieder diese Geräte. Ein automatisches „Einbuchen“ bei Rückkehr „in den unmittelbaren ‚Sende-/ Empfangsbereich‘“erfolgt nicht, sondern man muss alles manuell erledigen.
Anzeige/ Übermittlung von verpassten Anrufen erfolgt entweder nicht oder unvollständig.
Telefonbuchfunktion ist unvollständig/ unzureichend.
Das sind nur einige Punkte die nach einem Testzeitraum von gut 2 Tagen aufgefallen sind. Würde ich den Testzeitraum verlängern so bin ich mir sicher, dass die Liste noch um einiges länger ausfallen wird.
Der Vollständigkeit halber noch die Info, dass das Gerät direkt nach Eintreffen von mir mit der FW. 1.08 versehen wurde … nicht das es nachher heißt … benutz ma ne aktuelle FW
Hat die T-Com eigentlich durch das Desaster mit anderen Arcadyan-Geräten nicht wirklich gelernt?
War der W920V mit seiner auf Minimalistik kastrierten Firmware nicht auch schon genug Lehrgeld?
Man braucht sich doch nur einmal einen W920V der zur FritzBox 7570 fritzisiert wurde ansehen. Das sind Grundfunktionen/ -anzeigen die heute ein jeder Router erfüllt. Selbst Geräte der Fabrikate D-Link, Netgear, Linksys, etc. pp. stellen so etwas zur Verfügung …
Mir ist auch schleierhaft, wie man ein als ‚Flagschiff‘ bezeichnetes Gerät, welches hardwareseitig dem üblichen Standard entspricht, jedoch softwareseitig an seiner Minimalistik und den fehlenden Anzeige-/ Auswahl-/ Einstellmöglichkeiten kaum noch überbietbar ist, für 199 Euro anbietet.
Lässt man sich hier das halbwegs gelungene Design des Gehäuses bezahlen oder doch eher die darin steckende Technik und auch Software?
Wenn letzteres der Fall sein sollte, dann bitte den Preis erheblich reduzieren … ach übrigens, das Gerät stinkt selbst nach gut 2 Tagen immer noch wie die Pest nach irgendwelchen Kunststoffen, Lösungsmitteln, etc. … selbst in einem gut belüfteten Raum kann man den Gestank noch in 3m Abstand sehr gut wahrnehmen …
[1] Diese Daten MUSS ich zur Verfügung gestellt bekommen. Denn wenn der DSLAM hier alle paar Monate eine neue Firmware erhalten hat, so muss der DSLAM hier komplett neugestartet werden. Um aber die techn. Hotline informieren zu können, muss ich übers GUI oder der Push-Mail-Funktion sehen/ erkennen können, ist ne neue FW auf den DSLAM gekommen ja/ nein. Wenn ja, muss ich die techn. Hotline eben informieren … und da ich „das Spielchen“ mit der neuen FW auf dem DSLAM hier nun mind. 8* bereits mitgemacht habe, weiß ich wovon ich rede/ schreibe … denn nach „einmal Lehrgeld bezahlen“ und den Ausfall des DSLAM von gut 8 Arbeitstagen werden die Nachbarschaft und ich das so sicher nicht (mehr) hinnehmen.
Jetzt brauch ich nur im Falle des Falles mich mit einer bestimmten Abteilung bzw. Bereich verbinden lassen, mir einen von den 3 mir bekannten Ansprechpartnern geben lassen, die kurz über den Wechsel der FW beim DSLAM informieren, die widerum schicken einen der Techniker raus, die die Angelegenheit hier vor Ort mittlerweile aus dem effeff kennen und keine 5 Minuten später nach Eintreffen des Techniker läuft die Kiste wieder …
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